Sind Wissen und Information das Öl des 21. Jahrhunderts? Das Schöne daran wäre: Wissen wächst durch Teilen. Das Internet und seine Dienste wie www, E-Mail oder Peer-to-Peer-Börsen bilden die Basis der Informationsgesellschaft. Verschwenden, schenken, tauschen - und das virtuelle Öl wird nicht weniger. Doch indem das Internet global Zugang zu allem erlaubt, was sich digital speichern lässt, stellt es die Frage nach "geistigem Eigentum" neu. Die Auseinandersetzungen um Film- und Musikdownloads und Software-Patente zeigen, dass derzeit um die Zukunft des digitalen Raums erbitterte Kämpfe geführt werden. Studierende des Fachs Kulturinformatik laden sieben Netzaktivisten ein, die über die neuesten Entwicklungen berichten.
Die einzelnen Vorträge werden per MPEG4-Stream live übertragen:
» zu den Live-Streams: webcast.uni-lueneburg.de
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Ist Information eine Ware oder Allgemeingut? Der Autor und Medienforscher Volker Grassmuck begreift Information und Wissen als Teil einer Allmende, als Teil eines Gemeinwesens, zu dem jeder Zugang haben sollte. Im Internet hat die Allmende ihren digitalen Wohnsitz, erbaut von offen kooperierenden Freiwilligen. Volker Grassmuck gibt in seinem Einführungsvortrag einen Überblick über die vielen Ausprägungen der Wissensallmende und die sie bedrohenden Kräfte.
» waste.informatik.hu-berlin.de/Grassmuck
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"Wir wollen keine Könige, Präsidenten und Wahlen. Wir glauben an einen groben Konsens und an ablauffähigen Code." Selbstorganisation anstelle von Kontrolle war das Motto in der Frühphase des Internet. Code ändert sich aber, Code kann repressiv geschrieben werden. Mit der Regulierung und Regierbarkeit des Cyberspace beschäftigt sich die Netzpolitologin Jeanette Hofmann in ihrem Vortrag über "eGovernance".
» duplox.wz-berlin.de/people/jeanette
» Jaenette Hofmann: Internet Governance - Eine regulative Idee auf der Suche nach ihrem Gegenstand (pdf)
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Computer sind Universalmaschinen. Im Gegensatz zu Staubsaugern kann man mit
ihnen fast alles machen. Beispielsweise Musik, Texte und Filme tauschen -
sehr zum Entsetzen der Unterhaltungsindustrie. Mit Techniken wie Digital Rights
Managment (DRM) möchte diese dem Treiben Einhalt gebieten. Aber auch allerlei
schädlicher Unfug lässt sich mit Computern durchführen. Damit
Rechner sicherer werden, haben sich alle großen EDV-Unternehmen zur
Trusted Computing Group zusammengeschlossen. Kritiker befürchten allerdings,
dass DRM im Verbund mit Trusted Computing das Ende der Universalmaschine Computer
bedeutet. Rüdiger Weis spricht über die Risiken dieser neuen Technologien.
» www.cryptolabs.org/ruedi
» Folien zum Vortrag (pdf)
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"Le software, c'est moi", sagt Bill Gates. Georg C. F. Greve, Präsident
der Free Software Foundation Europe, hält dagegen. In seinem Vortrag stellt
er Arbeit und Philosophie seiner Stiftung vor und erklät, warum Freie Software
ein gesellschaftspolitisches Thema ist und nicht nur eines für Computerfreaks.
» www.fsfeurope.org
» Folien zum Vortrag (gzip/html)
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Die Initiatoren von Creative Commons (CC) glauben, dass tradiertes Urheberrecht den Ansprüchen der Informationsgesellschaft nicht gerecht wird. CC bietet auf ihrer Homepage kostenfreie Lizenzen an, die Künstlern eine flexibel abgestufte Ausübung ihrer Rechte ermöglicht. Roland Honekamp, Koordinator von Creative Commons International, erklärt, warum CC "All Rights reserved" durch "Some Rights reserved" ersetzt.
» www.creativecommons.org
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Zugang zum Internet bedeutet Zugang zu Wissen, Märkten und Macht. Weil 96% der Weltbevölkerung von diesem Privileg ausgeschlossen sind, veranstaltet die UNO 2005 einen "Weltgipfel zur Informationsgesellschaft" (WSIS). Markus Beckedahl, Mitglied des WSIS-Koordinierungskreises, informiert über Sinn und Unsinn von Copyright und Patenten aus entwicklungspolitischer Sicht.
» www.wsis.org
» www.netzpolitik.org (Markus Beckedahls Weblog)
» Folien zum Vortrag (pdf)
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Das Label "thinner" veröffentlicht elektronische ausschließich im Internet. In hoher Qualität kann man sich kostenlos Songs und Tracks runterladen. Zwei Künstler, die hier ihre Musik präsentieren, spielen für uns live und legen danach Lieblingsplatten auf. Krill.minima bringt Besinnlich-Ambientes mit, Digitalverein spielt zum Tanz... Reinhören kostet nichts, lohnt sich aber, unter:
» www.thinnerism.com
» Info: Digitalverein
» Info: krill.minima
Die Vortragsreihe findet auf dem Campus der Universität Lüneburg in Hörsaal 5 statt.
Wegbeschreibung und Verkehrsplan: » mobil.uni-lueneburg.de
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